Marlies Schild  
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Mein bisheriges Leben mit Kariereverlauf ...

Mit 2 Jahren stellten mich meine Eltern, nach langem Bitten und Betteln, das erste Mal auf zwei Bretteln. Ich rutschte zwar nur den kleinen Hügel vor unserem Haus in Saalfelden hinunter. Ich konnte kaum genug bekommen und war sofort Feuer und Flamme.
Damals entstand in mir der Wunsch Schirennläuferin zu werden, und ein Ziel das mit den Jahren immer wirklicher wurde.

 

Bereits mit sechs Jahren fuhr ich meine ersten Rennen (damals noch singend zwischen den Toren). Beim Kindercup gewann ich meine ersten Pokale und wurde mit 10 Jahren in den Salzburger Schülerkader aufgenommen. Dadurch wurde das Training immer spezifischer und es galt den Sport und die Schule optimal zu kombinieren. Dies gelang mir mit dem Eintritt in die Hauptschule Zell am See, wo es auch heute noch den Zweig Schi alpin gibt. Dort gelang es mir gut zu trainieren und gleichzeitig in der Schule auf dem neuesten Stand zu sein.

 

Leider ging nicht immer alles ganz reibungslos. Mit 13 Jahren stürzte ich bei einem Landescuprennen und riss mir dabei das vordere Kreuzband. Das hatte eine Operation zur Folge, was wiederum einen Ausfall für die ganze Saison und teilweise mühsames Wiederaufbautraining mit sich brachte. Dennoch war es für mich kein Thema das Schifahren zu beenden, und so schaffte ich im Herbst desselben Jahres die Aufnahmeprüfung für das Schigymnasium in Stams.

 

Die folgenden Jahren waren zwar immer wieder von Verletzungen im bereits lädierten Knie geprägt, dennoch schaffte ich im Jahr 1998 den Aufstieg in die ÖSV-Nachwuchsmannschaft. Das bedeutete dass ich meinem Ziel schon wieder einen großen Schritt näher war, aber trotz allem noch viel Arbeit vor mir hatte.

 

Ich arbeitete mich über FIS-Rennen in den Europacup und schließlich in den Weltcup.

 

Nebenbei beendete ich im Jahr 2000 das Schigymnasium Stams mit bestandener Matura. Seit diesem Zeitpunkt bin ich also „Vollprofi“.

 

In der Saison 2001/2002 schaffte ich den Einstieg in den Weltcup. Bei meinem ersten Slalomstart in Sestriere fuhr ich auf Anhieb in die Punkteränge, worauf ich sehr stolz war.

Mit dem sechsten Platz beim Slalom schaffte ich die unerwartete Aufnahme ins Olympische Team und durfte mit nach Salt Lake City. Leider war es ein verpatzter Slalomauftritt mit dem Ausfall im ersten Durchgang. Es war aber trotz allem eine sehr lehrreiche Erfahrung. Zum schönen Abschluss dieser Saison gewann ich noch den österreichischen Meistertitel im Slalom.

 

In der Saison 2002/2003 war ich bereits ein fixer Bestandteil des Slalomteams. Ich schaffte die ersten Podestplätze im Slalom. Die Krönung dieser Saison war der unerwartete Gewinn der Silbermedaille im WM-Slalom von St. Moritz.

 

Die Saison 2003/2004 brachte dann den endgültigen Aufstieg in die Weltspitze des Slaloms. Nach etlichen Podestplätzen während der Saison schaffte ich beim letzten Rennen die Erfüllung eines langersehnten Traumes: mein erster Weltcupsieg!!! Gleichzeitig bekam ich auch die Möglichkeit ein paar Riesentorläufe zu fahren und auch dort Erfahrung zu sammeln.

 

Diese Erfahrung brachte mir in der Saison 2004/2005 meinen ersten Weltcupsieg im Riesenslalom und einige weitere sehr gute Ergebnisse, wodurch ich auch zum fixen Bestandteil der Riesentorlauf-Mannschaft wurde. Der absolute Höhepunkt der Saison war für mich der Doppelsieg am Semmering (vor heimischen Publikum) und natürlich auch der Gewinn der Kombinations-Silbermedaille bei der WM in Bormio.

 

In der Saison 2005/2006 schaffte ich das, was mir im Jahr zuvor nicht gelang, und was noch keine andere Österreicherin vor mir schaffte: den Trippelsieg (3 Rennen hintereinander) im Slalom!! Eine weitere Krönung dieser Saison war der Gewinn von olympischem Silber (Kombination) und Bronze (Slalom). Im Gesamtweltcup erreichte ich den guten 6. Platz, bedingt auch durch mehrere Einsätze in Speed-Disziplinen.

 

In der Saison 2006/2007 konnte ich fast alle Ziele realisieren, die ich mir zuvor gesteckt hatte:

Ich konnte meine ersten 2 Weltcupkugeln - nämlich die Slalomkugel und die Kombinationskugel - gewinnen. Den Grundstein dafür legten 7 Slalomsiege und 1 Sieg in der Superkombi. Einfach ein Traum. Stark steigern konnte ich mich auch in den Speeddisziplinen.

Nicht ganz gereicht hat es für eine Goldmedaille im Einzel bei der WM in Åre. Geworden ist es Silber im Slalom, Bronze in der Kombination und Gold im Team, was ja auch nicht so schlecht ist.
Verwehrt blieb mir auch der Sieg im Gesamtweltcup. Ich erreichte schlussendlich den 2. Platz. Dieses Ziel hebe ich mir noch für die nächsten Jahre auf ...

Die Saison 2007/08 verlief für mich sicherlich nicht immer ganz nach Wunsch, obwohl das Ende für mich sehr versöhnlich war. Ich konnte die Slalomkugel aus dem Vorjahr verteidigen und des Weiteren auch 5 Rennen für mich entscheiden. Dazu kommen auch noch einige Stockerlplätze wie Top Platzierungen.

Für den Gesamtweltcup hat es abermals nicht gereicht. Ich musste wieder Lehrgeld zahlen und einsehen, dass man das Ganze nicht planen kann. Es muss einfach sehr viel gelingen um die nötigen Punkte zu sammeln!

In der Saison 2008/09 haben wir wieder ein Großereignis: und zwar eine Weltmeisterschaft. Silber und Bronze habe ich schon, also heißt das große Ziel natürlich Gold!

Kinderfoto von Marlies Schild

Silbermedaille im WM Slalom von St. Moritz Marlies Schild

Sieg am Semmering von Marlies Schild

 
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